Der Vorstand der SP Oberwallis hat sich ausführlich mit dieser Vorlage auseinandergesetzt.
Das neue Energiegesetz beinhaltet die Energiestrategie 2050. Das Gesetz sieht den
schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie vor. Das ist erfreulich, auch wenn der
Ausstieg zügiger umgesetzt werden sollte. Die Vorlage will die neuen erneuerbaren
Energien fördern. Kein Kanton verfügt in Sachen Sonnen- und Windenergie so viel
Potential wie das Wallis. Dieses Potential müssen wir vermehrt nutzen, auch was die
Biomasse angeht. Durch die Erhöhung der kostendeckenden Einspeisevergütung
von 1.5 auf 2.3 Rp./kWh fallen jährlich 40 Franken zusätzliche Kosten für einen 4-
Personen-Haushalt an. Das ist verkraftbar und hat mit den erfundenen SVP-Zahlen
nichts zu tun.
Wenn wir auf neue erneuerbare Energien setzen, machen wir uns vom Ausland
unabhängiger. Und wir schaffen Arbeit für unser hiesiges Gewerbe. Schon heute
boomen auch bei uns im Oberwallis Firmen, die voll auf Photovoltaik setzen. Das ist
sehr erfreulich. Der höchstgelegene Windpark Europas auf dem Gries zeigt überdies,
dass auch die Windenergie bei uns ein schönes Potential hat. Die grossen
Wasserkraftwerke können, gemäss neuem Gesetz, eine so genannte Marktprämie
von maximal 1 Rappen/kWh erhalten. Dann aber müssen sie aus Sicht der SP
Oberwallis auch bereit sein, dem Berggebiet den korrekten Wasserzins zu zahlen.
Das neue Energiegesetz ist ein Kompromiss. Alle mussten Federn lassen. Die
Vorlage zielt in die richtige Richtung und verdient ein Ja an der Urne.

20. Apr 2017