Kalte Olympia-Dusche

Die Walliserinnen und Walliser haben Vernunft gezeigt: Mit einem klaren Resultat versenkten sie das Projekt Sion 2026. Nach monatelanger Auseinandersetzung kann sich das Wallis wieder seinen realen Problemen zuwenden. 

Das Resultat ist eine grosse Schlappe für die bürgerliche Prominenz im Kanton Wallis. Allen voran die Staatsräte Favre, Darbellay und Schmidt wurden abgeduscht. Sie müssen über die Bücher und dürfen sich jetzt wieder ihren eigentlichen Dossiers zuwenden. Auch Ständerat Beat Rieder, Nationalrätin Viola Amherd und Nationalrat Thomas Egger stehen im Regen: Sie liessen sich in die unsägliche Propaganda-Maschinerie der Promotoren an vorderster Front einspannen und politisierten am Volk vorbei.

Die grösseren Gemeinden wie Naters, Brig-Glis, Visp und Leuk sagten allesamt nein zum Olympia-Abenteuer und trugen zum Versenken von Sion 2026 auf kantonaler Ebene bei. Franz Ruppen, Louis Ursprung, Niklaus Furger und Martin Lötscher sehen sich in ihren Gemeinden desavouiert. Gleiches gilt für alle Exponenten von CVPO, CSPO, FDPO und SVPO. 

Das Resultat ist keine Sanktion gegen den Sport. Es ist eine Absage an die Mammut-Veranstaltungen mit unabsehbaren finanziellen Risiken. Die SPO wird sich wie bis anhin für eine gesunde Entwicklung unseres Kantons stark machen. Dazu gehören auch unseren Möglichkeiten angepasste Sportanlässe. Und wie bis anhin werden wir für die Interessen der kleinen und mittleren Einkommen einsetzen. Diese hätten bei einem Olympia-Defizit die Zeche zahlen müssen.

SP Oberwallis

04. Sep 2017