A9: Pleiten, Pech und Pannen

Die Autobahngeschichte im Oberwallis ist eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen. Weder Staatsrat Rey-Bellet noch Staatsrat Melly hatten das Dossier je richtig im Griff. Die Autobahn sollte im Februar 2006 durchgehend befahrbar sein. Rechtzeitig bei der Eröffnung der olympischen Spiele im Wallis. Aus Letzterem wurde nichts. Und noch weniger aus einer funktionierenden Autobahn.

Baustellen mussten eingestellt werden. Weil die Geologie nicht genügend abgeklärt war oder weil man rutschendes Gebiet, wie etwa beim Riedberg-Tunnel, durchbohren wollte. Dann wurden vergebene Arbeiten vor den Gerichten angefochten. Ohne dass die Umweltorganisationen je eine Einsprache machten, kam es von einer Verzögerung zur anderen; von einem Baustopp zum anderen. Und dann noch die Geschichte von den Vorauszahlungen für nicht umgesetzte Bauvorhaben. Mit Untersuchungen auf allen Ebenen und einem Umbau der Führungs-Equipe. Auch Letztere hat das Dossier nicht im Griff, und vieles, vorab im technischen Bereich der Tunnel-Ausbauten, läuft derzeit aus dem Ruder.

Auf  all das wird an diesem Freitag zwischen Susten und Gampel mit viel Pomp und Tralala angestossen. Dann wird ein Teilstück von 7km dem Verkehr übergeben. Damit dort nicht ein drittes Mal Pflanzen die geteerten Fahrspuren durchbohren.

SP Oberwallis

23. Nov 2016