1) Das Medienpaket sichert den Medien-Service-Public in Stadt und Land: Die regionalen Radio- und TV-Stationen informieren über die wichtigsten Ereignissen im Sendegebiet. Sie leisten einen unverzichtbaren Service Public in den Regionen. Diese sollen nun mehr Beiträge aus dem Gebührentopf erhalten.

2) Das Medienpaket leistet einen Beitrag zum Schutz der Demokratie: Unsere direkte Demokratie und regionale Vielfalt sind darauf angewiesen, dass Berichterstattung in den Regionen stattfindet. Ohne starke regionale Medien wird die Information der Bevölkerung geschwächt, was die demokratischen Prozesse in den Gemeinden und Kantonen gefährdet. Das Medienpaket stärkt das Mediensystem und damit die Demokratie.

3) Das Medienpaket stärkt die Unabhängigkeit der Schweizer Medien: Die Einflussnahme von Inserenten und mächtigen «Mäzenen» ist das grösste Problem für die Unabhängigkeit der Medien. Die öffentliche Förderung reduziert diese Abhängigkeit. Staat und Medien bleiben getrennt: Es gibt keine Leistungsaufträge und die Förderung ist im Gesetz transparent ausgewiesen. Staatliche Medienförderung ist keine Gefahr, sondern eine Stärkung der Unabhängigkeit der Medien.

4) Das Medienpaket ist ein Ausgleich zum wachsenden Einfluss der Tech-Giganten: Soziale Medien wie z.B. Facebook oder Google leisten keinen redaktionellen Mehrwert und bieten nur eine schwache Kontrolle gegen Desinformation. Das Medienpaket hilft den Schweizer Medien gegen diese Konkurrenz zu bestehen und weiterhin eigene Inhalte zu produzieren.

5) Das Medienpaket ist zeitgemäss und fördert auch Onlinemedien: Immer mehr Menschen informieren sich online. Onlinemedien werden heute aber nicht gefördert, im Gegensatz zu Zeitungen, Radio oder Fernsehen. Der Einbezug der Onlinemedien in die Medienförderung anerkennt den Wandel der Zeit und stärkt junge und innovative Online-Portale.

27. Jan 2022