SPO Stellungnahme vom 18. April 2010

Auf dem Konkordiaplatz baden gehen?

Das Wallis kommt auch ohne Gletscher aus. So sieht der Realist und Klimaforscher Dr. Markus Stoffel im Walliser Bote vom Samstag unsere Zukunft. Statt über das ewige Eis des Konkordiaplatzes zu wandern, können wir auf dem Konkordiasee segeln. Und die Versteppung unserer Südhänge geniessen.

Drei Fragen stellen sich: Wollen wir das? Und was bedeutet die Klimaerwärmung für Regionen und Bevölkerungen, die weniger reich sind? Und wenn nein: warum steigen wir nicht auf alternative Energien um?

Die SP Oberwallis hat nichts gegen neue Seen. Etwa im Raum Raron, wo die Projekte seit Jahren nicht vorankommen. Aber wir möchten die Gletscher noch etwas länger behalten. Deshalb sind wir für den ökologischen Umbau.

Zurzeit lässt sich das Oberwallis wieder über den Tisch ziehen. Brig soll Eingangstor zur nächsten Landesausstellung werden, die dem Gotthard gewidmet wird. Thema: Energie. Am Briger Expo-Tor basteln der Tessiner Marco Solari und sein Adjutant Jean-Daniel Mudry. Bei der Oberwalliser Wirtschafts- und Tourismusförderung herrscht wie eh und je Funkstille.

Unsere Forderungen: Erstens muss die Landesausstellung beide Basistunnels berücksichtigen. Zweitens müssen Brig-Glis, Naters und Visp im Rahmen echter Agglomerationspolitik zusammenspannen, um gemeinsam das Eingangstor zu bilden. Und drittens muss das Oberwallis in, mit und dank der Landesausstellung den ökologischen Umbau schaffen.

Damit wir auf dem Konkordiaplatz nicht baden gehen.

Sozialdemokratische Partei Oberwallis (SPO)

25. Feb 2015