SPO Stellungnahme vom 12. Juni 2011

Der Kanton Graubünden stellt die Finanzierung der Fremdenverkehrs-Werbung  auf ein neues Fundament.

Prinzip 1:  Alle, die direkt oder indirekt vom Tourismus leben, müssen bezahlen. Wer nichts vom Tourismus hat – wie etwa im Wallis die Lonza oder die Scintilla – bezahlt nichts.

Prinzip 2: Der Kanton finanziert aus Steuermitteln Graubünden Tourismus. Es wird darauf verzichtet, Kraut und Rüben, Tourismus und Industrie, gemeinsam zu vermarkten.

Prinzip 3:  Steuern, die in Gemeinden erhoben werden, verbleiben in den Gemeinden. Die Gemeinden müssen sich innerhalb eines Korridors bewegen.

Prinzip 4:  Alle können im Internet unter www.tourismusabgabe.ch nachrechnen, wie viel sie wo für ihre Wohnung und ihr Hotel bezahlen müssen. Katzen werden nicht im Sack verkauft.

Die SP Oberwallis ist weitgehend gleicher Meinung: Kein Tutti-Frutti in Sachen Werbung. Zahlen soll nur, wer vom Tourismus lebt. Transparenz statt Wildwuchs und Willkür. Weniger Inkasso-Bürokratie.

Anders im Wallis. Nach dem Tourismusgipfel erhielten die Teilnehmer einen unbrauchbaren Fragebogen. Bis heute gibt es keinen Businessplan für Wallis Werbung. Ein Wirrwarr von Abgaben und Steuern ist vorgesehen.

Staatsrat Cina muss endlich erwachen.

SP Oberwallis

25. Feb 2015