Der Entscheid des Bundesrates zum Zweitwohnungsbau ist Gift für den Tourismus und damit auch für das Berggebiet insgesamt.

Fehler 1: Der Bundesrat hätte ein dringliches Gesetz vorschlagen müssen. Und keine Verordnung. Die Verordnung schafft keine Rechtssicherheit. Jeder Einsprecher kann vors Bundesgericht gehen und hier entgegen den Bestimmungen der Verordnung Recht bekommen. Unsicherheit ist Gift für jede Branche.

Fehler 2: Gemäss Bundesrat können die Gemeinden bis zum 1. Januar 2013 weitere Zweitwohnungen bewilligen. Die entsprechende Bewilligungslawine ist bereits unterwegs. Der Alpenraum wird im Herbst voll von Baugespannen sein. Dies zum Ärger der Gäste, welche noch die Alpen besuchenden. 

Fehler 3: Nach dem Flop mit den Appartement-Hotels gibt es jetzt neu die Möglichkeit Zweitwohnungen zu erstellen, sofern sie im Rahmen „strukturierter Beherbergungsformen“ vermietet werden. Ein Schlupfloch für ausgefuchste Spekulanten, grösser als das Rulli-Pulli-Loch in Glis.

Fehler 4: In vielen Maiensässen herrscht Wildwuchs. Bestehende Bauten werden rechtswidrig umgebaut oder abgebrochen und neu erstellt. Dies soll auch weiterhin möglich sein.

Fehler 5: Ägypter und Russen dürfen bauen, ohne Baubewilligungen, nur mit einem Gestaltungsplan.

Fehler 6: Es gibt keine kompensierenden Massnahmen für den notwendigen Umbau des Tourismus weg von kalten hin zu warmen Betten.

Die SP Oberwallis fordert die SP Schweiz und Grünen auf, sofort parlamentarisch tätig zu werden.

25. Feb 2015