Die Schweiz regt sich über notwendige Sexualaufklärung in der Schule auf. Doch es ist sehr wichtig, dass neben den Eltern auch die Schule mit sachlicher Information Gegensteuer zu den stark sexualisierenden Medien  geben.

Kinder und Jugendliche müssen Bescheid wissen über Verhütung und Aidsprävention oder darüber, wie sie sich vor sexuellem Missbrauch schützen können. Schweizerisch hat ein dubioses Komitee eine Initiative „Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule“ gestartet. Die Bundesverfassung soll im Artikel 11 mit unsinnigen Anmerkungen ergänzt werden, die eine Prävention im Sinne des Kinderschutzes verhindern.

Treibende Kraft dieser Initiative war Benjamin Spühler (60). Im Beiboot sassen die Walliser Nationalräte Yannick Buttet (CVP) und Oskar Freysinger (SVP).

Jetzt kam raus, dass Benjamin Spühler im Alter von 43 Jahren zu 3 ½ Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil er sich mehrfach an einer Cousine seiner Freundin vergangen hat.

Als die Medien dies aufdeckten, trat Spühler aus dem Komitee zurück. Und einen Tag später auch CVP-Mann Yannick Buttet. Er wolle mit dem Grüsel nichts zu tun haben.

Einmal mehr wird klar: Die grössten Moralapostel haben oft Dreck am Stecken. Die Initiative ist tot, bevor Unterschriften gesammelt wurden.

Lassen wir unsere Lehrerinnen und Lehrer ihre nicht immer einfache Arbeit machen. Seien wir froh, wenn sie die Kinder und Jugendlichen aus allen Kulturen halbwegs gut auf das Leben vorbereiten. Denn was die Sexualität betrifft, arbeiten die PädagogInnen und Fachpersonen, aber auch die Schülerinnen und Schüler mit einer Seriosität, die man auch manchen Komitees in dieser Debatte wünschen würde!

25. Feb 2015