Die Ried-Briger SP-Gemeinderätin und Grossrätin Doris Schmidhalter-Näfen zu den gefährlichen Chlortransporten

 

 

Im Irak kommen – von welcher Seite auch immer – Chlorbomben zum Einsatz. Dies führt zu vielen Toten und Verletzten unter der Zivilbevölkerung. Betroffen sind vorab die Kinder.

Chemie ohne Chlor funktioniert nicht. Der grösste Verbraucher in der Schweiz sind die Lonza-Werke in Visp. Sie beziehen heute ihr Chlor vorab aus Frankreich.

Der Druck entlang der Bahnlinie wurde in den letzten Jahren immer grösser. Zur Diskussion stand auch neu das Chlor mit Lastwagen von Italien her nach Visp zu transportieren.

Dieses Projekt wurde jetzt begraben. Stattdessen soll der Transport auf der Schiene sicherer werden. Die Züge werden langsamer fahren. Bessere Kesselwagen sollen zum Einsatz kommen.

Damit ist klar: Wenn Chlor auf der Simplonlinie auf die Schiene kommt, dann kann man alle Gefahrengüter so transportieren. Der mehr als 2'000 Meter hohe und deshalb nachweislich gefährliche Simplonpass muss und darf nicht länger für Gefahrenguttransporte dienen.

Trotzdem: Langsamere Züge und bessere Kesselwagen sind nur die zweitbeste Lösung. Am sinnvollsten ist die Produktion des Chlors direkt vor Ort in Visp. Und dies jeweils in Mengen, die für die Belegschaft in der Lonza und die Bevölkerung im Oberwallis keine Gefahr darstellt.

Diese Lösung soll erst mit dem Zeithorizont 2025 studiert werden. Das ist entschieden zu lang.

Das Problem muss jetzt endlich gelöst werden. Im Interesse des Arbeits- und Lebensraumes Oberwallis. Dafür setze ich mich als Gemeinderätin und Grossrätin weiter ein.

Doris Schmidhalter-Näfen, Ried-Brig

28. Sep 2016