Die stolzen Aluwerke im Wallis zählten in den 60-er und 70-er Jahren nahezu 4000 Arbeiter. In den letzten Jahren kam es zu einem beschleunigten Abbau von wertvollen Arbeitsplätzen in der Walliserindustrie. 

Die Aluwerke – Constellium und Novelis – zählen heute weniger als 1500 Arbeitsplätze. Neuste Hiobsbotschaft ist der drohende Abbau von 120 Arbeitsplätzen. Die Walliser Regierung schaut diesem schleichenden Abzug der Industrie tatenlos zu. SP und Gewerkschaften fordern seit Monaten:

Die von der Nationalbank festgelegte Untergrenze von 1.20 Fr./Euro ist viel zu tief. Dieser Wechselkurs bedroht viele Exportunternehmen in ihrer Existenz. Ein Wechselkurs von 1.40 Fr./Euro ist dringend notwendig, um den Druck von der Industrie und vom Tourismus wegzunehmen.

Im Wallis muss endlich eine aktive Industriepolitik für den einheimischen Werkplatz betrieben werden. Die Industriepolitik muss mit dem ökologischen Umbau verknüpft werden. Das heisst: zukunftsträchtige Umwelttechnologien müssen gezielt gefördert werden. Gerade das von der Sonne verwöhnte Wallis hat alles Interesse daran.

Der Werkplatz muss über die Interessen der Banken und des Finanzkapitals gestellt werden. In den Kassen der schweizer Pensionskassen liegen nahezu tausend Milliarden Franken. Ein Teil dieses Geldes ist mit vernünftigen Zinsen dem Werkplatz zur Verfügung zu stellen. Davon profitieren sowohl die Lohnabhängigen wie auch die Unternehmen.

Immer mehr Arbeiterinnen und Arbeiter in der Industrie stellen sich die Frage: wann erwacht endlich die Walliser Regierung.

25. Feb 2015