SPO Stellungnahme vom 11. Januar 2011

Grosses Erdbeben würde Walliser Banken ruinieren

Schon wieder hat die Erde im Wallis gebebt. 250 besorgte Walliserinnen und Walliser haben bei der Kantonspolizei angerufen.

Noch immer haben wir im Wallis keine obligatorische Erdbebenversicherung. Unsere Vertreter in Bern haben keinen Erfolg vorzuweisen. Auch weil die am meisten interessierten Kantone - wie das Wallis - nicht den notwendigen Druck entwickeln.

Die Walliser Kantonalbank hatte 2009 Hypothekarkredite Privatkunden im Betrag von mehr als vier Milliarden am Laufen. Die meisten Bauten, die mit diesen Krediten finanziert wurden, sind nicht gegen Erdbeben versichert.

Das heisst: Ein grosses Erdbeben im Wallis wird nicht nur viele Bauten zerstören, sondern auch die Walliser Kantonalbank, weil sie die Sicherheiten für die ausgeliehenen Gelder verliert. Ähnlich würde es vielen Raiffeisenkassen ergehen. Im Falle der WKB müsste der Staat Wallis geradestehen, denn der Kanton bürgt im Rahmen der Staatsgarantie für sämtliche Verpflichtungen der Bank.

Die SP Oberwallis wird in der nächsten Session verlangen, dass Staat und Gemeinden nur mehr mit Banken zusammenarbeiten dürfen, welche für die von ihnen gewährten Hypotheken eine Erdbebenversicherung abschliessen. Dies solange, bis endlich ein Bundesobligatorium kommt.

SP Oberwallis

25. Feb 2015