SPO Stellungnahme vom 10. Juni 2010

Erfolgreicher Sturm im Wasserglas (I)

Die Bitscher haben das Recht, 1.7 Millionen Kubikmeter Massa-Wasser für das Wässern zu nutzen. Dieses Wasser soll jetzt turbiniert werden.

Die Electra-Massa stellt sich auf den Standpunkt, dieses Wasser gehöre zum Turbinieren ihr. Sie wurde unterstützt von den Herren Escher Rolf, Escher Stefan und dem Gemeindepräsidenten.

Anderer Meinung war allein Gemeinderat Gustav Rupert Haenni. Er sprach als Bürger gegen diese Enteignung des Wässerwasser ein. Am Mittwoch einigten sich die Parteien auf die Eckpunkte des absehbaren Rückzuges der Einsprache.

Electra-Massa und Gemeinde Bitsch bilden eine einfache Gesellschaft. Diese optimiert und baut das Kraftwerk. Im Vorfeld wird geprüft, wie viel Wasser die Bauern effektiv zum Bewässern ihrer Wiesen und Feldern benötigen. Die Gemeinde wird zu 51 Prozent und die Electra Massa Eigentümerin zu 49 Prozent Eigentümerin der neuen Gesellschaft.

Damit ist die Forderung von Gemeinderat Haenni bezüglich einer mehrheitlichen Beteiligung am Kraftwerk Stufe I erfüllt. Er hat sich gegen jene durchgesetzt, welche als Verwaltungsräte im Dienste ausserkantonaler Gesellschaften den Ausverkauf der Wasserkraft befördern.

Die Urversammlung von Bitsch wird diesem Vorhaben sicher zustimmen. Und wir gratulieren Gemeinderat Haenni und seinen Beratern Hans Wyer und Peter Bodenmann zum erzielten Erfolg.

Übrigens: Gleiche Wässerwasser-Rechte hat auch die Nachbargemeinde Naters. Dort sorgte SP-Grossrat German Eyer - wie Haenni in Bitsch - als Bürger mit einer Einsprache für den nötigen Druck.

SP Oberwallis

25. Feb 2015