Stellungnahme vom 3. August 2011

Politisch hat bisher schweizerisch und kantonal nur die SP Druck auf die Nationalbank gemacht. Alle bürgerlichen Walliser Parlamentarier blieben stumm wie die Fische.

In den letzten Tagen hat die Kritik an der Nationalbank sprunghaft zugenommen. In der NZZ am Sonntag kritisierte Heiner Flassbeck die Nationalbank. Gestern nahmen im Fernsehen der deutschen und der welschen Schweiz verschiedene Ökonomen Stellung. Ihr Fazit: Die Nationalbank kann und muss Franken drucken. Und einen klar definierten Wechselkurs durchsetzen. Sonst geht’s mit der Exportwirtschaft bachab und Arbeitsplätze verloren.

Keine Region der Schweiz leider mehr unter dem zu starken Franken als das Oberwallis. Weil der Tourismus und die Industrie unsere zwei wirtschaftlichen Standbeine sind.

Gestern Mittwoch hat sich die Nationalbank endlich etwas bewegt. Für Hildebrand und Co. ist der Schweizer Franken massiv überbewertet. Sie hat deshalb den Liborzins gesenkt und begonnen, Franken zu drucken.

Das ist positiv. Aber es sind nur erste und noch viel zu vorsichtige Schritte in die richtige Richtung. Es braucht Negativzinsen für Wechselkursspekulanten und ein klar definiertes Kursziel im Bereich von 1.40 Franken pro Euro.

Zusammen mit den Gewerkschaften wird die SP den Druck auf die Nationalbank weiter erhöhen. Dies im Gegensatz zur schweigenden Masse der anderen Parteien im Wallis.

Am meisten schadet unserem Kanton die SVP. Christoph Blocher fordert höhere Zinsen und damit einen noch härteren Franken. Was fällt Franz Ruppen dazu ein? Wir warten auf ein Lebenszeichen.

SP Oberwallis

25. Feb 2015