Gemäss Konzept des Departements Cina soll der Heimfall je Kraftwerk geregelt werden. Das wird zur Folge haben, dass sich die Eigner-Struktur der jeweiligen Kraftwerke, teils im selben Tal, unterscheidet. Diese Zersplitterung verhindert Synergien im Betrieb und auch bei Investitionen.

Schon heute wird ein Teil der Wasserkraftanlagen aus einer Hand via die Gesellschaft „Hydro Exploitation“ betrieben, was sehr sinnvoll ist und unter der Regie von Energieminister Thomas Burgener auf die Beine gestellt wurde. Beim Heimfall wird sich aber die heute eher homogene Zusammensetzung der Eigner zersplittern was zur Folge haben wird, dass sich die neuen Kraftwerksbesitzer über eine gemeinsame Betriebsführung nicht mehr einigen können.

Fallen umgekehrt alle Kraftwerke in eine einzige Gesellschaft im Eigentum der Walliser Gemeinwesen, wie wir dies mit der von der SP Oberwallis vorgeschlagenen Variante möglich ist, so ist eine gemeinsame Betriebsführung nicht nur realistisch, sondern quasi obligatorisch.

Das Wallis muss auch im Energiesektor lernen, eng zusammen zu arbeiten. Im Tourismus sind positive Entwicklungen auszumachen, wenn wir zum Beispiel an die Fusion der Gemeinden auf dem Hochplateau von Montana denken. Solche Energien sind auch bei der Bewirtschaftung des Walliser Wasserkraftparks nötig.

07. Aug 2015