Für einen Kanton wie das Wallis, der wirtschaftlich stark vom Wintertourismus abhängig ist, ist es wichtig, dass die Schweiz am 13. Juni JA zum CO2-Gesetz sagt und somit ihren Beitrag zum Schutz des Klimas leistet.

In den letzten 30 Jahren hat die Mehrheit der Skistationen einen klaren Rückgang der schneebedeckten Tage verzeichnet. Wenn es so weiter geht, wird es im Jahr 2100 unterhalb von 2500 müM nicht mehr genügend Naturschnee geben, um ein Skigebiet zu betreiben. Wollen wir also die wirtschaftliche Existenz unseres Kanton und jene der Bergdörfer längerfristig sichern, gilt es jetzt und effektiv zu handeln!

Eine schein-volksnahe Behauptung der Gegner*innen ist die angebliche Freisprechung der Abgaben der Hauptverursacher*innen der umweltschädlichen Emissionen. Fakt ist: Es können sich nur jene Unternehmen freisprechen, die mit dem Bund einen Vertrag zur Reduktion ihrer Emissionen eingehen. Es müssen also auch Unternehmen ihren Beitrag zur Emissionsreduktion in der Schweiz leisten. Dieser Artikel stärkt zudem unsere KMU: Denn neu sollen alle Unternehmen die Möglichkeit der Reduktionsverpflichtung eingehen können. Die KMU blieben also nicht mehr unverschuldet auf den Abgaben sitzen.

Auch für den mächtigen Schweizer Finanzplatz werden neue Richtlinien vorgegeben: Dieser muss seine Investitionen zukünftig klimaverträglich ausrichten.

Zum ersten Mal werden somit die Hauptverursacher*innen der CO2-Emissionen im Gesetzestext erwähnt und sind damit belangbar. Der Schwerpunkt des Klimaschutzes verlegt sich somit von der arbeitenden Bevölkerung alleine, hin zu einer ausgeglichenen und fairen Lösung. Das neue CO2-Gesetz ist ein fairer Kompromiss zum unabdingbaren Schutz unseres Klimas.

Um gemeinsam und effektiv die Zukunft unseres Kantons und der ganzen Schweiz zu sichern braucht es am 13. Juni ein klares JA zum CO2-Gesetz.

27. Mai 2021