SPO Stellungnahme vom 21. April 2010

Konkordia-Bad II

Das Interview mit Markus Stoffel vom letzten Samstag im Walliser Boten alarmiert. Die Aussicht, dass unsere Nachfahren dereinst mit Booten über den Konkordia-See paddeln werden, stimmt nachdenklich. Bedenkt man, dass das weltweite Klimasystem wegen seiner Trägheit auf konkretes Gegensteuern erst in ein paar Jahrzehnten reagieren wird, so müssen wir uns wohl auf das hochalpine Surfparadies Aletsch einstellen.

Zu verhindern wäre dies - von einem Supervulkanausbruch mal abgesehen - bloss noch, wenn heute schon ein radikales Umschwenken auf eine von fossilen Brennstoffen freie Energieversorgung erfolgte; und zwar global. Denn nur mit lokal isoliertem Aktionismus werden wir dies nicht erreichen. Diese Aussichten könnten einen zu fröhlicher Weltuntergangsstimmung verleiten.

Die SP Oberwallis ist da allerdings anderer Meinung. Eine konsequente Lenkung sämtlicher Energieformen, die nicht auf endliche Ressourcen angewiesen sind, sind bloss ein erster Schritt. Flankierende Massnahmen, etwa im ökonomischen Bereiche müssen ebenso konsequent folgen. Schadensbegrenzung ist angesagt, denn Schadensverhinderung ist leider Utopie.

Der vielbeschworene ökologische Umbau muss überdacht, liebgewonnene Gewissheiten müssen hinterfragt werden. Bedenkt man nur, dass mit fossilen Brennstoffen betriebene, sparsame und effiziente Motoren und Kraftwerke wohl wunderbar saubere Luft gewähren, jedoch gleichzeitig die schlimmsten Klimaheizer sind, so drängt sich letzteres wirklich auf.

Sozialdemokratische Partei Oberwallis (SPO)

25. Feb 2015