Die Autobahn im Oberwallis hätte für die Olympischen Spiele 2006 fertig erstellt sein sollen. Die ganze Affäre Autobahnbau ist umso unbegreiflicher, als dass seit 1998 die Umweltorganisationen den Bau der Autobahn mit keiner einzigen Einsprache verzögert hatten. Dies, weil Professor Bovy weitgehend die Linienführung der OGUV (Oberwalliser Gruppe für Umwelt und Verkehr) übernommen hatte.

Die Verzögerungen konnten die erfolgreichen Freunde der Umwelt nachweislich dem Staat und den Bauunternehmern überlassen.

Ein paar welsche Unternehmer möchten die Olympischen Spiele 2026 ins Wallis bringen. Ihr Dossier ist mehr als mager. Ihr Fahrplan total unrealistisch. Das Walliser Volk soll die Katze im Sack kaufen.

Der Walliser Olympia-Kandidatur wird es ergehen, wie der Bündner Olympia-Kandidatur. Das Volk wird zu Recht Nein sagen. Weil niemand die Kosten im Griff hat.

Übrigens: Die Autobahn wird auch 2026 – mit 20 jähriger Verspätung – nicht fertigerstellt sein. Trotzdem macht das Departement Melly weiter auf Optimismus: Die Arbeiten am Riedberg würden wieder aufgenommen. Und im Pfynwald schreibe man jetzt das Projekt neu aus. Wer kann das fassen?

Den 140 Millionen teuren Riedbergtunnel hätte man längst aufgeben können und müssen. Und warum das Projekt Pfynwald samt Unterquerung von Susten 20 Jahre in den Schubladen vor sich hin moderte, ist ein Staatsgeheimnis.

Das Radio Eriwan von Staatsrat Melly teilte uns am Donnerstag wortwörtlich mit: „Der Bau der Autobahn A9 kommt somit weiterhin planmässig voran.“

Der Basler 100-Meter Sprinter Wilson hat an der WM in London seine Gefühlslage auf den Punkt gebracht: „Ich han fascht i d Hose gmacht, weni ehrlich bi!»“

Uns Oberwalliserinnen und Oberwalliser geht es gleich.

 

SP Oberwallis

21. Aug 2017