... wurde der Expertenbericht zur Hochspannungsleitung durchs Wallis. Doch hält er, was er im Vorfeld versprochen hat?

Kaum, denn das grösste Optimierungspotenzial liegt in einer nationalen und internationalen intelligenten Netzführung. Doch die Experten äussern sich nicht zum Thema. Die Experten stützen sich auf die Netzberechnungen von Swissgrid und machen somit erneut den Bock zum Gärtner. Trotz grossem Fortschritt in der Gleichstromtechnologie wurde eine gesamte Erdverlegung durch das Wallis nicht geprüft. Gerade auf langen Etappen macht sich eine Gleichstromleitung aber bezahlt.Und doch, eine freudige Überraschung! Dank dem kurz vor dem Erscheinen des Expertenberichtes gefällten Bundesgerichtsurteil in Sachen Riniken, das eine partielle Erdverlegung gutheisst, kommen die Experten zum Schluss, dass eine Erdverlegung der Stromleitung zwischen Chamoson und Chippis zu vernünftigen Preisen möglich ist.Doch ist der Ausbau des Netzes zur Stromautobahn angesichts der Tatsache, dass sie allein dem internationalen Handel dient, wirklich notwendig? Werden in Zukunft die Alpenwerke tatsächlich als Speicher genutzt für Energie aus Windpärken in der Nordsee oder Solarwerken in der Wüste? Installieren die Produktionsländer nicht vermehrt eigene Speicher in naher Umgebung der Produktionsstätten? Wird erkannt, dass unsinniger Stromtransport durch das gesamte Europa nur mit grossem Energieverlust betrieben werden kann?Bereits zeichnen sich Entwicklungen in diese Richtung ab. Und auch in Norddeutschland wehrt sich die Bevölkerung gegen geplante Stahlriesen.Wir stellen zudem zur Diskussion, ob direkte Tunnelverbindungen zu Italien durch den Grossen Sankt Bernhard oder durch den Simplon nicht sinnvoller, effizienter und erst noch kostengünstiger wären?Der Bericht lässt noch zu viele Fragen offen.Unsere Forderung: Experten, dranbleiben und weiterarbeiten!
SP Oberwallis, Arbeitsgruppe Energie

25. Feb 2015