SPO-Stellungnahme vom 27. Februar 2011

In der Oberwalliser Spitaldiskussion stehen vier Fragen im Mittelpunkt. Die SPO-Arbeitsgruppe Gesundheit stellt klare Forderungen:

Erstens muss der Bestand des Oberwalliser Akutspitals im Gesetz verankert werden, wie dies der Leuker SPO-Grossrat Reinhold Schnyder schon in der Dezember-Session verlangte. Im März wollen alle Oberwalliser Fraktionen in dieselbe Richtung arbeiten. Sie müssen ihre welschen KollegInnen ermuntern, für Akut- und Reha-Spitäler in beiden Sprachregionen zu stimmen.

Zweitens muss Staatsrat Tornay den Baustopp  in Brig und Visp aufheben. Aufgrund von eigenmächtigen eingeleiteten Spitalplanungsschritten der Oberwalliser Spitaldirektion hat Staatsrat Tornay die Arbeiten gestoppt. Hier ist die Devise einfach: Der Staatsrat muss die selbsternannten Spitalplaner zurückpfeifen und umgehend die dringend nötigen Arbeiten ausführen lassen.

Drittens brauchen die Oberwalliser PatientInnen für komplexere Probleme Zugang zu einem deutschsprachigen Zentrumsspital. Seit Jahren verspricht das GNW, in Sitten die Situation für die Oberwalliser PatientInnen zu verbessern. Geschehen ist wenig bis nichts. Oberwalliser PatientInnen müssen deshalb freien Zugang zu ausserkantonalen deutschsprachigen Zentrumsspitälern (z.B. zum Inselspital) erhalten. Das schliesst nicht aus, dass bestehende gute Dienstleistungen wie z.B. die Strahlentherapie auch weiterhin in den Spitälern des Mittelwallis genutzt werden sollen.

Viertens muss die Spitalplanung weitergeführt werden. Heute sind zwischen Brig und Visp noch etliche Doppelspurigkeiten auszumachen. Eine konsequentere Entflechtung der Aufgaben ist dringlich und liegt im Interesse der Patientinnen und Patienten.

Arbeitsgruppe Gesundheit SPO, Stephan Furrer

25. Feb 2015