Das Land Tirol möchte 2026 mit seinen 340‘000 Betten die olympischen Spiele durchführen. Die Organisatoren wollen keinen Euro von Seiten der öffentlichen Hand. Das Dossier ist weit konkreter und besser als das Walliser Dossier.

Trotzdem ist die Stimmung in Innsbruck und Umgebung – wenn wir den Medien glauben wollen - eher kritisch. Am 18. Oktober 2018 – also in 40 Tagen – stimmen die Tirolerinnen und Tiroler ab. Das Ergebnis der Abstimmung ist bindend.

Im Gegensatz dazu wissen wir im Wallis nicht einmal, wann wir allenfalls abstimmen dürfen. Schlicht und einfach weil unsere Promotoren viel zu spät gestartet sind. In Bern zeigt Bundesrat Guy Parmelin keine Begeisterung. Und Bundesrat Ueli Maurer hält den Terminplan für gänzlich unrealistisch.

In Sitten kümmert sich nicht Christophe Darbellay um das Dossier, sondern der mit der Berner Mechanik unvertraute Staatsrat Frédéric Favre. Der Sündenbock steht bereits fest.

Es gibt zwei Möglichkeiten:

Entweder sagt das Tirol – wie zuvor Graubünden – Nein zu Olympischen Spielen. Das wäre ein starkes Signal Richtung Wallis.

Oder aber das Tirol sagt Ja. Dann hat das Wallis gegen das besser aufgestellte Tirol null Chancen.

Sinnvoll wäre der Abbruch der zu spät gestarteten Übung; damit nicht noch mehr Geld verbrannt wird. Zusatzfrage: Waren unsere Freunde vom Freisinn - die Freisinnigen -  nicht einst für weniger Staat und für mehr Freiheit?

 

SP Oberwallis

14. Sep 2017