Die Berggebiete lassen sich zurzeit nicht nur bei den Wasserzinsen wie Anfänger übertölpeln. Auch sonst läuft vieles gegen uns:

Die Swisscom erhöht den Datendurchsatz im aufgebohrten G4-Netz auf 800 Megabit pro Sekunde. Das ist unheimlich schnell.

Dies realisiert sie leider nur in den grossen und mittleren Städten der Schweiz. Das Oberwallis geht leer aus.

Unsere Politikerinnen und Politiker taufen lieber irgendwelche, vom Bund finanzierte Hochseeschiffe, die inzwischen pleite sind.

Oder sie versuchen unseren Gemeinden ein unsinnig teures, da doppeltes, Glasfasernetz auf die Augen zu drücken.

Ganz zu schweigen davon, dass einige Bergtäler und SAC-Hütten im Wallis bald keine Telefonverbindung mehr haben, da auf digital umgestellt wird. Und weil einige Gebiete im Wallis nicht über das Funknetz erreichbar sind.

Unsere Forderungen sind klar:

Alle Personen und Haushalte in der Schweiz müssen jetzt von dem auf 800 Megabit pro Sekunde schnellen G4-Netz profitzieren können. Die Schweiz darf nicht zu     einer digitalen Zweiklassen-Gesellschaft verkommen; mit Randregionen ohne Postzustellung und ohne schnelles Internet.

Damit das autonome Fahren funktioniert, folgt bereits in wenigen Jahren das G 5 Netz. Auch dieses muss gleichzeitig und flächendeckend installiert werden - und für alle zu gleichen Tarifen.

Seit Jahren kritisiert die SP Oberwallis das zu teure Danet-Netz. Immerhin haben die Gemeinden erstmals die Handbremse gezogen. Danet und Valaiscom dürfen nicht fusionieren.

Es braucht bei der Danet einen technischen und finanziellen Kassensturz. Sonst laufen wir in die offenen Messer.

Das Wallis hat zehn Parlamentarier in Bern. Unsere Frage: Was machen unsere Vertreter in Sachen digitalem Service Public?

03. Jul 2017