Am Freitag-Abend lud die SP Oberwallis und die SP Region Leuk in Susten zum Herbstanlass zur Pflegeinitiative ein.

Die Sankt Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi stellte in einem Inputreferat die Herausforderungen und Probleme für das Gesundheits- und Pflegepersonal vor. Sie betonte: «Es braucht mehr Zeit, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Anerkennung in diesen Berufsfeldern» (Barbara Gysi). Zudem herrscht ein Mangel an Pflegepersonal.

Die Pflegeinitiative setzt genau bei diesen Probleme an – konkret bei der Ausbildung und bei den Arbeitsbedingungen. Der indirekte Gegenvorschlag reicht zur Bekämpfung des Pflegenotstandes nicht, da er nur eine Ausbildungsoffensive vorsieht und die Arbeitsbedingungen sowie die Qualität der Pflege aussen vor lässt.

Im anschliessenden Podium mit Pflegeexpertin und Dozentin Christa Furrer-Treyer,  Pflegefachmann und Anästhesiepfleger Martin Venetz und der Referentin Barbara Gysi diskutieren die Anwesenden über persönliche Erlebnisse aus der Ausbildung und dem Arbeitsalltag.

«Als ich auf der Station arbeitete hat es selten Zeiten gegeben, in denen ich das Gefühl hatte, ich werde dem Patienten / der Patientin gerecht. Kein:e Patient:in soll sich entschuldigen müssen, dass ich mich etwas länger um ihn/sie kümmern muss und mir daher die Zeit fehlt, mich um andere Patient:innen intensiver zu kümmern» (Martin Venetz).

 Auch wurde die aktuelle Ausbildungssituation thematisiert. «Es genügt nicht, die Ausbildungsentschädigung zu erhöhen, es braucht genügend diplomierte Pflegefachpersonen in den Institutionen, die begleiten und ausbilden können» (Christa Furrer-Treyer).

Die Veranstaltung hat gezeigt, die Gesellschaft muss den Menschen, die in der Pflege arbeiten, endlich Sorge tragen. Deshalb braucht es am 28. November ein JA zur Pflegeinitiative.

 
19. Okt 2021