Das Oberwallis leidet wie wenig andere Regionen der Schweiz unter dem zu harten Franken. Der Kurs der Lonza-Aktie ist in den letzten Wochen um 21 Prozent abgesackt. Der Druck auf die Löhne wird steigen. Auslagerungen der Produktion drohen.

Noch härter trifft es den Tourismus. Er kann nicht einmal die Lebensmittel billiger importieren. Die Ausländer bleiben im Ausland. Die Schweizer gehen ins Ausland.

Schuld am starken Franken sind die Spekulanten. Vorab die Devisenhändler der Grossbanken. Und die untätige Nationalbank.

Schweden hat weniger Schulden als die Schweiz. Schweden hat pro Kopf ein viel höheres Wirtschaftswachstum als die Schweiz. Schweden hat im Gegensatz zur Schweiz die bessere Nationalbank. Deshalb leidet die Krone – im Gegensatz zum Franken – nicht unter dem Aufwertungsdruck.

Welche Partei macht etwas gegen den harten Franken? Welche Partei vertritt die Interessen des Oberwallis?

Die SVP und deren Chefstratege verteidigen die Banken und den harten Franken. CVP und FDP schweigen in allen Sprachen. Nur die SP fordert zusammen mit den Hayeks und der Exportindustrie endlich konkrete Massnahmen.

  • Massnahme 1: Preisüberwacher und Wettbewerbskommission müssen dafür sorge tragen, dass die Währungsgewinne weiter gegeben werden.
  • Massnahme 2: Ausländische Anlagen in Schweizer Franken müssen mit Negativzinsen bestraft werden.
  • Massnahme 3: Die Nationalbank muss Schweizer Franken drucken und nicht Euro kaufen, bis den Spekulanten Angst und Bange wird. Inflationsgefahr droht keine.

Jede Stimme für die SP ist eine Stimme für einen Frankenkurs von 1.40. So wie er der Kaufkraft entspricht. So wie er der Lonza, der Scintilla und dem Tourismus hilft.

Warum sollen wir dümmer sein als die Schweden?

SP Oberwallis

Material: Artikel NZZ vom 4. Juli 2011 durch L. Theler

25. Feb 2015