Stellungnahme vom 7. August 2011

Den Banken ging es lange zu gut. Ihre Paläste in der Provinz zeigen es. Die Raiffeisenkassen investierten mehr als 3.5 Millionen Franken in eine Mietfläche im Zentrum von Brig. Die Credit Suisse baut ihr Gebäude an der Bahnhofstrasse für 15 Millionen um. Die UBS reisst ihre Superbüros am Sebastianplatz raus. Um neuen Schickimicki einzubauen.

Die Zahlen zeigen ein anderes Bild. Einst war die UBS Aktie 75 Franken wert. Die Analysten empfahlen den Pensionskassenverwaltern, noch mehr Aktien zu kaufen. Sie sahen einen Kurs von 150 Franken am Horizont. Zuerst muss der Steuerzahler die Bank mit 68 Milliarden retten. Und jetzt ist die Aktie trotzdem auf 10 Franken gefallen.

Der Grund: Die Löhne und die Boni der Manager sind viel zu hoch. Der Lohnkostenblick macht deshalb 50 Prozent aus. Die Kosten sind im Gegensatz zur Konkurrenz explodiert, weil sich die Manager in Franken auszahlen lassen. Jetzt droht den Grossbanken der Absturz.

Im Sonntagsblick forderte der Chefanalytiker der UBS: Die Nationalbank muss eine Untergrenze für den Franken einziehen. Und dies durchziehen. Sonst schmiert die Wirtschaft ab. Der Bund darf den Reichen keine Steuergeschenke machen, wie dies Christoph Blocher fordert. In der EU muss es zwischen den Ländern zu einem Finanzausgleich kommen wie ihn die Schweiz kennt.

Das alles ist nicht neu. Das alles fordern die SP Schweiz und die SP Oberwallis seit Monaten. Als einzige Partei im Oberwallis haben wir zum wichtigsten Thema im Interesse unserer Region Stellung bezogen.

25. Feb 2015