Am kommenden Wochenende wird der Walliser Staatsrat gewählt.  Die ehemaligen Minderheitsparteien SP, FDP und SVP, die gemeinsam weit mehr als 64 Prozent der Wählerschaft vertreten, treten mit je einem Kandidaten an. Für die SP ist Mathias Reynard im Rennen. Er erreichte  im ersten Wahlgang im Welschwallis den ersten Platz und kantonsweit den dritten Rang. In den Diskussionsrunden auf den Oberwalliser Sendern schnitt der SP-Kandidat sehr gut ab. Aber auch Reynard muss im zweiten Kehr auf der Hut sein, und er braucht jede Stimme.

Der Wahlkampf hat in den letzten Tagen an Fahrt aufgenommen. Im Zentrum der Debatte steht der zweite Oberwalliser Sitz. Bei der CVP ist Darbellay durch die Verfassung gewählt, und auch die Wahl von Roberto Schmidt ist sicher. Die C-Parteien mit ihrem Stimmenanteil unter 36 Prozent wollen aber drei Sitze und gefährden damit die Oberwalliser Doppelvertretung in der Regierung. Das können sie nicht abstreiten. Jetzt hacken die C-Parteien auf Staatsrat Favre herum. Auf jenem Kandidaten, den sie im ersten Wahlgang noch offiziell unterstützten.

Gerade in der aktuellen Gesundheits- und Wirtschaftskrise braucht es im Wallis keine einseitige Übermacht im Staatsrat. Alle grossen Parteien müssen in der Regierung vertreten sein. Deshalb sind wir für die Formel 2-1-1-1.

25. Mär 2021