Wo ist der Kruzifix-Gemeindepräsident?

 

Staatsrat Melly hat sein Departement nicht im Griff. Darunter leidet das Oberwallis.

Das Departement Melly versteckt rechtswidrig Quecksilber-Untersuchungen. Obwohl der Datenschutzbeauftragte zu Recht die Herausgabe dieser brisanten Unterlage verlangt.

Seit 1999 haben die Umweltorganisationen in Sachen Autobahn nicht eingesprochen. Trotzdem kommt der Bau der Autobahn nicht voran. Weil unsinnige Teilprojekte weiter verfolgt werden. Weil die Ausschreibungen zu wenig gut sind.

Bei der Rottenkorrektur bahnt sich ein vergleichbares Chaos an.

Melly ist die Liebenswürdigkeit in Person. Niemand kann ihm böse sein. Aber er hat seinen Laden nicht im Griff. Dies zeigt sich auch in Sachen staatlicher Salz-Silo gegen Unternehmer Otto Ruppen.

Am Montag hätte Noch-Staatsrat Freysinger in Sitten präsent sein sollen. Sein Sitz blieb eiskalt. Er machte auf Dienstverweigerer. Stattdessen tauchte der Tiroler einen Tag später im Ackersand auf, um das Nummernschild VS 1 an die Matze des Unternehmers Ruppen zu schlagen.

Jeder halbwegs interessierte Staatsrat hätte dieses Problem in einer halben Stunde vor Ort gelöst. Erst recht, wenn sich der Kruzifix-Gemeindepräsident etwas mit eingesetzt hätte. Stattdessen werden wir zum Gespött der halben Schweiz.

So kann es im Interesse des Wallis nicht weiter gehen. Sonst wird Ruppen noch das Schild VS 2033 erwerben, um darauf hinzuweisen, dass die Autobahn nicht vorankommt.

06. Apr 2017