Die Swisscom hat lange Zeit auf die falsche Technologie gesetzt. Statt Glasfaser einzuziehen, wollte sie weiter Kupferkabel nutzen.

Technologisch im Rückstand, kaufte sie in Italien die Gesellschaft Fastweb. Leider zu teuer, wie sich heute herausstellt. Deshalb muss die Swisscom nicht weniger als 1.3 Milliarden Franken abschreiben.

Mit ein Grund: In Italien sind die Preise für Telefonie, Internet und TV viel tiefer als in der Schweiz. Alle Wettbewerber benutzen das gleiche schnelle Glasfaserkabel. Deshalb herrscht Wettbewerb im Interesse des Konsumenten. Dies ist gut für die Verbraucher!

Dass man endlich auf Glasfaser umsteigen will ist super. Aber die Swisscom will dem Oberwallis eine zu teure doppelte Glasfaserinfrastruktur aufs Auge drücken. Ein unsinniges Gefecht neuer Gesellschaften soll dies verschleiern. Das ganze Firmenkonstrukt erinnert etwas an Madoff. Neue Gesellschaften nehmen Kredite auf. Und am Schluss ist der Konsument und der Steuerzahler der Dumme.

Im Unterwallis gehören die Stromverteiler den Gemeinden. Diese haben schrittweise das Glasfaser eingezogen. Im Oberwallis haben EnBAG und CO. geschlafen. Deshalb dürfen wir Konsumenten jetzt nicht bestraft werden.

Für die SP gehört die Versorgung mittels Glasfasernetz zum Service public. Randregionen müssen zeitgleich und zu gleichen Preisen versorgt werden wie Agglomerationen. Die Stromversorger gehören in die öffentliche Walliser Hand. Und müssen fusionieren. Denn eine Glasfaserinfrastruktur für alle genügt.

Bevor die Urversammlungen ja sagen, müssen alle Verträge im Entwurf auf dem Tisch sein. Sonst bezahlen am Schluss die Steuerzahler und Konsumenten den Abschreiber.

25. Feb 2015