Jean-Michel Cina, damals noch Staatsrat, liesst im WB anfangs April dieses Jahres im WB verlauten, dass die Gebirgskantone ein flexibleres Wasserzinsmodell befürworten, „wenn es mit verkraftbaren Parametern verbunden ist“. Das Resultat dieser desaströsen Politik liegt heute auf dem Tisch: CVP-Bundesrätin Doris Leuthard will die Wasserzinsen von 110 Franken auf 80 Franken pro Brutto-Kilowatt herabsetzen. Das hiesse für das Wallis ein Minus von jährlich 45 Millionen Franken.

Die Gebirgskantone liessen eine Studie erstellen die aufzeigt, dass die Gestehungskosten bei der Wasserkraft weit tiefer liegen, als von den Strombaronen angegeben. Auch ist bekannt, dass die grossen Stromgesellschaften in den letzten 20 Jahren rund 30 Milliarden Franken Gewinn machten. Leider fehlt es in diesem Sektor völlig an Transparenz.

Es ist rätselhaft, wieso Staatsrat Roberto Schmidt und die übrigen Mitglieder der Gebirgskantone sich derzeit so defensiv verhalten, das Dossier schlittern lassen und ihre Studie weiter unter Verschluss halten. Nachdem das Jodlerfest gut über die Bühne ging, sollte sich der neue Energieminister endlich des für das Wallis prioritären Dossiers annehmen. Verbale Proteste am Regionalfernsehen gegen den Angriff der eigenen Bundesrätin genügen nicht. Es braucht konkrete Konzepte, wie die Substanz der Wasserkraft für Kanton und Gemeinden gerettet werden kann.

Auch die Wolfspolitiker Beat Rieder, Thomas Egger und Franz Ruppen sind abgetaucht. Der Match wird schlussendlich unter der Bundeskuppel entschieden. Und ist mit Schlafmützen nicht zu gewinnen.

SP Oberwallis

31. Jul 2017