Der Bundesrat will die Wasserzinsen faktisch halbieren. Das Berggebiet soll für die Misswirtschaft von Alpiq, Axpo und CO. zur Kasse gebeten werden.

Die Wasserschlosskantone stehen wehrlos da. Genau wie unsere National- und Ständeräte. Niemand sah diesen Angriff kommen. Niemand hat sich darauf vorbereitet. Warum ist mehr als unverständlich.

Noch ist das Berggebiet nicht erwacht; mit Ausnahme der Bündner Gemeinden. Die Walliser Gemeinden dösen im Schlafwagen vor sich hin, weil sie faktisch von der FMV kontrolliert werden. Und diese Gesellschaft will sich ebenfalls auf Kosten der Gemeinden und des Kantons sanieren.

Die Politik nimmt nicht einmal die erfreulichen Nachrichten der Märkte wahr:

  • Der Strommarktpreis in der Schweiz stieg im Juli 2017 im Vergleich zum Vorjahresmonat um nicht weniger als 22 Prozent. Und dies in Euro und Cents.
  • Parallel dazu wurde der Franken schwächer und der Euro stärker. Neu muss man 1.15 Franken für einen Euro bezahlen. Vor einem Jahr waren es noch 1.07 Franken.

Letzten Sommer war eine Kilowattstunde Strom in der Schweiz 3 Rappen wert. Jetzt ist sie 4 Rappen wert. Innerhalb eines Jahres stiegen die Preise – entgegen allen Prognosen – um 1 Rappen pro Kilowattstunde. Die Halbierung der Wasserzinsen bringt nur eine Einsparung von 0.5 Rappen.

Warum schlafen unsere Walliser Politiker? Warum haben sie die Zahlen nicht im Griff? In jedem Amtsblatt finden wir die Farb-Fotos von unseren Staatsräten. Aber es finden sich keine Argumente zugunsten des Wallis und seiner Wasserkraft.

Das alles ist das Erbe von Jean-Michel Cina. Zum Dank hat ihn der Staatsrat zum Präsidenten der falsch aufgestellten FMV gemacht.

SP Oberwallis

 

14. Aug 2017