Zukunft des Wallis – Wallis der Zukunft

Positionspapier der SP Oberwallis vom 9. Januar 2018

Die zentralen Massnahmen und Forderungen der SP in der Zusammenfassung

In Folge führen wir die Massnahmen und Forderungen der SP pointiert und stichwortartig zusammen. Die Überlegungen und Herleitungen, wie wir zu diesen Punkten kommen und was wir darunter verstehen, sind dem Positionspapier «Zukunft des Wallis – Wallis der Zukunft» zu entnehmen.

Mobilität der Zukunft

1.    Mobilität muss bezahlbar bleiben

- Aufbau öffentlicher Roboterautoflotte und Rahmenbedingungen, damit angebotene Fahrleistungen für alle bezahlbar (bspw. Grundeinkommen an frei konsumierbaren Fahrkilometern oder Fahrzeitminuten)

2.    Neunutzung freier Flächen

- Kanton prüft, wie in Zukunft nicht mehr benutzte Flächen (Strassen, Parkplätze) genutzt werden können

3.    Förderung von Velos

-separate, sichere und direkte Velowege innerhalb und zwischen den Talgemeinden und Ausbau des Velonetzes zwischen den Gemeinden

-dichtes Netz an grosszügigen Veloparkplätzen und Velostationen mit Werkstätten an zentralen Punkten wie Bahnhöfen

4.   5G-Netz auch in den Randregionen 5.  Umstieg auf saubere Elektroautos fördern

- Förderungsmassnahmen wie kostengünstige Aufladung der Batterien in öffentlichen Stationen, kostengünstiges Parkieren von E-Autos auf kommunalen Parkplätzen etc.

Arbeitswelt und Bildung

Arbeitswelt

1.Beteiligung aller an massiver Produktivitätssteigerung durch Arbeitszeitverkürzung bei gleichem Lohn oder Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens

2.Care-Ökonomie, die nicht einer quantifizierbaren Logik folgt, damit mehr Zeit für den persönlichen Kontakt in der Pflege- und Betreuungsarbeit bleibt. Weil Duschen nicht immer nach der Stoppuhr geht.

3.Wallis als attraktiver Standort für Unternehmen, die auf nachhaltige Informatik setzen sowie Einsetzen von offener Informatik, um möglichst unabhängig von Grosskonzernen zu sein

4.Förderung des Angebots an günstigen und attraktiven Arbeitsplätzen zur Miete (Coworking Spaces)

5.Freiwilligenarbeit und ehrenamtliche Arbeit gut vernetzen und aufwerten (bspw. durch Zeittauschbörsen)

Bildungssystem

1.Schulsystem und Erwachsenenbildung stellt sicher, dass digitale Kompetenzen und Medienkompetenzen von allen und kostengünstig erworben werden können

2.Fokus auf Projektarbeit, gemeinsames Lernen, selbstständiges und kritisches Denken und Handeln

3.Hoheit über traditionelle und digitale Lehrmittel bleibt in den Händen von Öffentlichkeit und Gesellschaft statt bei privaten, internationalen IT- und Bildungskonzernen

4.Daten von SchülerInnen werden auf geschützten Servern in der Schweiz hinterlegt

Den Berggemeinden eine Zukunft geben

1.    Leben im Dorf

-Neue Treffpunkte errichten

-Neue dezentrale Schulmodelle testen

-Attraktiver Steuerfuss und optimale Erschliessung im Bergdorf.

2.    Wohnen im Dorf

-Bauland in die öffentliche Hand geben und für neue Familien zur Verfügung stellen

-Förderung von attraktivem Wohnungsbau in den Berggemeinden

3.    Arbeiten im Dorf

- Digitale Infrastruktur zum Arbeiten zu Hause zur Verfügung stellen

4.    Mitbestimmung der Bevölkerung

- Mit den betroffenen Personen eine Bedürfnisabklärung über das Leben, das Wohnen und das Arbeiten in der Berggemeinde durchführen

Klimawandel, Energie und Umwelt

1.  Energieerzeugung: Förderung erneuerbarer Energien und neuer Technologien

-Erstellung von Solarinventare und aktive Ermunterung der HausbesitzerInnen und des Gewerbes zur Installation neuer Solaranlagen (auch durch steuerliche Begünstigungen)

-Kanton und Gemeinden installieren Solaranlagen auf Dächern öffentlicher Gebäude (z.B. Schule)

-Erarbeiten einer Windenergiekarte in Zusammenarbeit mit den Umweltorganisationen

- Förderung der Smart-Grid-Technologie

2.   Energieverbrauch reduzieren

-Steuervergünstigung und Förderbeiträge von energetischen Sanierungen der Gebäudehülle

-Förderung von Erdwärmepumpen durch Malus-Besteuerung auf Kauf von Ölheizungen

-Nur noch elektrische Geräte der besten beiden Kategorien für Energieeffizienz im Verkauf

3.   Sorgfältigere (Trink-) Wasserversorgung und -nutzung

-Trennung des Regen- und Abwassers und Förderung von Regenwassertonnen und Regenwassersammelbecken sowie der zugehörigen Systeme

-Kampagnen zum Wasserverbrauch inkl. kostenlosen oder vergünstigten Vertrieb von A++ Duschbrausen, Verbrauchsanzeigen etc.

-Ersatz ineffizienter Sanitäranlagen und Zubehör; nur die beiden besten Klassen sind im Verkauf

- Förderung von Punktbewässerungssystemen

4.   Tourismus auf Klimawandel ein- und umstellen

-Investitionsstopp (mind. Subventionsstopp) für Wintersportanlagen unter 2'000 Metern

-Konzentration auf Förderung von Frühlings- bis Herbstaktivitäten

5.   Schutzmassnahmen zum Wohnen in den Alpentälern

-Nutzung der notwendigen Auszonungen im Rahmen des Raumplanungsgesetzes zum Bereinigen der gefährdeten Gebiete

-Initiieren eines kantonalen Überwachungsprogramms zum geologischen Zustand

-Proaktive Investition in Schutzmassnahmen

Tourismus

1. Es braucht einen neuen Mindestkurs

2. Der Tourismus braucht einen Fonds aus dem Vermögen der SNB

3. Übertragbare Generalabonnemente im Winter

4. Sommercard mit Freifahrten zu sehenswerten Ausflugszielen für das Wallis

5. Nullenergie-Tourismus in den Alpen

6. Weniger kalte Betten dank intelligenter Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative

15. Jan 2018