Die Autobahn im Oberwallis verzögert sich weiter. In einem ersten Schritt wird jetzt die Westumfahrung von Visp gesperrt. Dies bedeutet noch mehr Stau und noch längere Fahrzeiten von und nach den Vispertälern.
Leider hat die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rates das Dossier nicht sorgfältig genug angeschaut. Immerhin hat sie gemerkt, dass die Autobahn nicht 2...019, sondern frühestens 2025 fertig erstellt wird. Dies, obwohl die Umweltorganisationen seit 1998 keine einzige Einsprache mehr formuliert haben.


Die Verzögerungen haben unter anderem folgende Gründe: Der Kanton Wallis ist nicht fähig, Arbeiten richtig auszuschreiben. Der Bund seinerseits hat immer weniger Geld um Neubauten zu finanzieren. Und das seit Jahren verschwiegene Quecksilberproblem ist nach wie vor ungelöst.


Jetzt setzt sich unser Ständerat René Imoberdorf ausgerechnet für vier Spuren am Gotthard ein. Von denen sollen allerdings nur zwei gebraucht werden. Wer das glaubt, bei dem kommt zu Ostern der Nikolaus vorbei.
Ein leistungsfähiger Gratis-Autoverlad am Gotthard kostet die Steuerzahler 1.5 Milliarden weniger im Jahr. Dies ist gut für die Umwelt und gut für die Bundeskasse.


Wir Walliser wären froh, wenn wir am Lötschberg günstigere Verladetarife hätten. Dies müsste René Imoberdorf in Bern fordern, statt vier Spuren am Gotthard.

SP Oberwallis

19. Jan 2015