Im Jahr 2002 stimmten 72 Prozent der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Fristenregelung zu. Die Zahl der Abtreibungen ist seither nicht gestiegen. Im Gegenteil: sie ist, im internationalen Vergleich, tief.

Übereifrige wollen das Rad der Geschichte zurückdrehen. Dies führt – wie Ärztinnen und Ärzte zu Recht befürchten – wieder zu mehr billigen Pfusch-Abtreibungen. Das kommt alle letztlich teurer zu stehen; die Betroffenen und das Gesundheitswesen. Das Leben von Mutter und Kind wird nicht geschützt und wir machen die Opfer zu Tätern.

Frauen und Männer verschiedener politischer Couleurs haben damals für diese vernünftige Lösung gekämpft. Mutige CVP-Frauen wie Brigitte Hauser haben einst der Fristenlösung mit zum Durchbruch verholfen. Sie wurden deshalb politisch arg angefeindet.

Die Übereifrigen haben eine klare Niederlage an der Urne verdient.

SP Oberwallis

19. Jan 2015