Die Lonza hat, über Jahrzehnte, quecksilberhaltige Abwasser in den Grundkanal entsorgt. Der Kanal wurde ausgebaggert und das kontaminierte Material auf die umliegenden Böden verteilt. Diese sind zum Teil so stark mit Quecksilber belastet, dass der Kanton die Nutzung als Kinderspielplatz und Gemüse-Garten verboten hat.

Die Verantwortlichen für diesen Zustand – die Lonza AG, die ihre giftigen Abwasser hier billig entsorgte und der Kanton Wallis - der wohl um die Belastung wusste, aber auch nicht tätig wurde – drücken sich um die Verantwortung.

Falls die Lonza AG sich weiterhin weigert, die Verantwortung für diesen Zustand und die Kosten für die Entsorgung des kontaminierten Bodens zu übernehmen, kann sich daraus ein jahrelanger Rechtsstreit entwickeln. Das kann es nicht sein! Wir fordern den Kanton auf, Messungen über die Quecksilber-Belastung bei den betroffenen AnwohnerInnen im Sinne eines Biomonitorings durchzuführen, den Grad der Verschmutzung der restlichen Parzellen festzustellen, ein Konzept zur Entfernung des kontaminierten Bodens zu präsentieren und sofort mit der Entsorgung der vergifteten Böden zu beginnen. Dies, zuerst bei denjenigen Parzellen, die am stärksten belastet und durch Kinder und Erwachsene entsprechend genutzt werden (Kinderspielplätze, Hausumgebungen, Gärten usw.).

Die Kosten für diese Aktion sollen hälftig der Kanton und die Lonza AG vorschiessen. Der Streit darüber, wer die Kosten übernehmen soll, kann parallel zur Bodensanierung geführt werden. Es kann nicht sein, dass die Menschen wegen Streitigkeiten über Verantwortlichkeiten weiter jahrelang auf diesen Böden leben müssen.

SP Oberwallis

19. Jan 2015