Während Jahren führten der Staat Wallis und die Lonza die Bevölkerung in Sachen Quecksilber hinters Licht.

Jetzt tritt schrittweise die Wahrheit zu Tage. Die von den Ärzten für Umweltschutz genannten Mengen an Quecksilber scheinen zu stimmen. Offen ist nur die Frage, wo überall sich noch Quecksilber findet?

Saniert wird bisher nur im Bereich der... Nationalstrasse, die offenbar nie fertig wird; als ob Autos wichtiger wären als Menschen.

Unterwalliser Online-Medien behaupten: In der Lonza gab es seinerzeit einen eigentlichen Quecksilber-See. Arbeiter sollen Quecksilber in 8 Kilo schwere Coca-Flaschen abgefüllt und mitgenommen haben.

Jetzt braucht es konkrete Massnahmen:

*Die Frage, ob Menschen im betroffenen Gebiet in ihrer Gesundheit zu Schaden gekommen sind, ist sofort zu klären durch Messung von Quecksilber in Haarproben und/oder im Urin. Die Kosten für diese Analysen sind von der Lonza und/oder vom Kanton Wallis zu übernehmen.

*Alle kontaminierte Erde muss in einem ersten Schritt auf die Lonza-Deponie transportiert werden. Auf die betroffenen Grundstücke muss saubere Erde geführt werden; auf Kosten der Lonza.

*Auf der Lonza-Deponie muss ein Verbrennungsofen der neuesten Generation erstellt werden, um die verseuchte Oberwalliser Erde schrittweise thermisch zu behandeln. Anders ist das Problem offenbar nicht zu lösen.

Das Oberwallis lebt von der Industrie und vom Tourismus; und auch umgekehrt. Probleme muss man lösen; nicht vertuschen und vertagen.

Sicher braucht es aber jetzt jenes Industrieinspektorat, das SPO Grossräte im Jahre 19 im Grossen Rat noch vergeblich verlangt haben.

SP Oberwallis

19. Jan 2015