An ordentlichen Parteikongress der SP Oberwallis standen die eidgenössischen Wahlen im Zentrum der Diskussionen. Weiter fand eine wirtschaftspolitische Debatte über den zu starken Franken statt, der insbesondere dem Wallis massiv schadet.

Wahlen im Oktober

Parteipräsidentin Doris Schmidhalter-Näfen zeigte sich zuversichtlich, die angestrebten Ziele zu errei-chen. Danach will die SP beide Sitze im Nationalrat behalten, und einer dieser SP-Sitze soll ins Ober-wallis kommen. Mit German Eyer und Christa Furrer-Treyer stehen zwei ausgewiesene Persönlichkei-ten auf der kantonalen SP-Liste. Sie haben gute Chancen, hinter Nationalrat Mathias Reynard Platz zwei zu erreichen. Die kantonale Liste wird unterstützt durch zwei thematische Listen mit je fünf Kan-didatInnen. Diese decken die verschiedenen Themen sowie auch die Regionen ab. Mit einer attrakti-ven Liste startet die JUSO-Oberwallis ins Rennen. Alle Oberwalliser Listen sind mit den SP-Listen im Welschwallis und mit den Listen der Grünen und des Centre-Gauche PCS verbunden. Bei den Stän-deratswahlen kann Thomas Burgener im Wahlkampf seine grosse Politerfahrung und die gute Vernet-zung im Kanton und in Bern ins Feld führen. Er führt einen aktiven Wahlkampf zwischen dem Ober-goms und dem Genfersee und geht den Debatten nicht aus dem Weg. Burgener ist für eine Überra-schung gut.

Im Wahlkampf werden die Kandidatinnen und Kandidaten von SP und JUSO für eine soziale, offene und umweltfreundliche Politik einstehen. Eine Politik im Interesse der kleinen und mittleren Einkom-men, eine Politik im Interesse der grossen Mehrheit der WalliserInnen.

Kampf gegen starken Franken

Der zu starke Franken führt die Schweiz in eine Krise. Gerade das Wallis mit seiner Industrie und mit seinem Tourismus ist vom unsinnigen Entscheid des Nationalbank-Direktoriums besonders betroffen. Die Nationalbank muss dazu gezwungen werden, den Frankenkurs auf einen realwirtschaftlich erträg-lichen Wechselkurs zum Euro abzuschwächen, und zwar mit allen Mitteln: Kursziel, Negativzinsen, Kapitalverkehrsmassnahmen. Der Franken soll der Schweiz nützen - er darf uns nicht schaden.

Roberto Zanetti im Schuss

Der Solothurner Ständerat Roberto Zanetti begeisterte den SPO-Kongress mit einer flammenden Re-de. Er zeigte auf, welch wichtige Rolle die Linke im bürgerlich dominierten Bundeshaus und insbeson-dere im Ständerat spielt. Er erhofft sich dort Verstärkung aus dem Wallis. Derzeit gehören auf der linken Seite neben 2 Grünen elf Ständeräte der SP an.

26. Jun 2015