Die Verfassung des Kantons Wallis ist glasklar: Wer leer einlegt, stimmt gegen eine Verfassungsänderung. Warum dies Rieder nicht begreifen will, ist uns ein Rätsel.

Im Oberwallis stimmten 16‘000 für 35 garantierte Extrawurst-Grossräte. Und 10‘000 Wählerinnen und Wähler stimmten gegen diesen Blödsinn. Mehr als alle erwartet hatten.

Die 35-Sitze-Klausel fürs Oberwallis war am letzten Wochenende der Hauptgrund für die Ablehnung der beiden Verfassungsvorlagen. Im Oberwallis war einzig die SP gegen die undemokratische Artenschutzklausel. 39.4 Prozent der gültig Stimmenden waren nicht für ein Ja, sondern stimmten Nein oder legten einen weissen Zettel ein. Einige, die zwar die neuen Wahlkreise begrüssten, nicht aber eine Garantie für ein paar Gratis-Grossräte wollten, legten leer ein. Andere wollten weder mit Ja noch mit Nein stimmen, weil sie wegen der unmöglichen Fragestellung auf dem Stimmzettel schlicht nicht verstanden, bei welcher Frage es um was ging.

Fakt ist – nach erneuter Auszählung -, dass 54% der Abstimmenden im Wallis das vorgeschlagene Wahlsystem und die 35 Gratis-Grossräte-Klausel nicht wollen. Das ist eine herbe Schlappe für all jene, die im Parlament in letzter Sekunde mit der Einführung von Gratis-Grossräten die vermeintliche Rettung des Oberwallis durchführen wollten.

Der Kanton hatte beim Auszählen nichts im Griff. Er musste am Montagabend nochmals neue Resultate durchgeben. Jetzt stellt sich heraus, dass es auch ohne die Leerstimmen eine Mehrheit gegen diese Reform der Herren Rieder, Tornay und Freisinniger war.

 

SP Oberwallis

26. Jun 2015