Die Schweiz rutscht – wegen der Aufhebung des Mindestkurses – in eine SVP-Rezession. Kein anderer Kanton ist davon härter betroffen als das Wallis. Weil der Tourismus und die Exportindustrie wirtschaftlich unsere zwei Standbeine sind.

Die Ablehnung der Rotten-Korrektion hätte diese sich abzeichnende Krise weiter verschärft. Denn für einen SVP-Kanal wäre aus Bern kein Geld geflossen. Jetzt muss der Kanton umweltfreundlich und antizyklisch investieren, weil Bern von 100 Franken 88 Franken bezahlt. Und das Wallis somit auch finanziell profitiert.

Die Stimme jeder Walliserinnen, jedes Walliser ist neu gleich viel wert. Das Oberwallis braucht keine undemokratische CVP-Extrawurst. Am Ende fehlten den Schlaumeiern mehr als 8‘000 Stimmen. Keine gute Figur machten Staatsrat und Staatskanzlei. Sie müssen lernen, das Mehr richtig zu berechnen. Und beim Zusammenzählen sollten nicht zu viele Fehler passieren.

Schweizerisch setzte sich die SRG, setzte sich der Service Public durch. Wenn auch knapp. Die Oberwalliser Haushalte bezahlen durchschnittlich 60 Franken weniger Gebühren. 80 Prozent der Oberwalliser Gewerbetreiben zahlen gar nichts. RRO und Canal 9 bekommen mehr Mittel. Das Oberwallis stimmte gegen seine Interessen. Glücklicherweise folgenlos.

In Sachen Erben und Stipendien haben linke Anliegen im Wallis zurzeit keine Chancen. Bei einem neuen Anlauf müsste man die Freigrenze für Erben auf 5 Millionen erhöhen. Um so alle unberechtigten Bedenken zu zerstreuen. Der Kampf für die soziale AHV geht weiter.

SP Oberwallis

26. Jun 2015