Der harte Kurs mag gesundheitspolitisch richtig sein, aber er bedarf parallel dazu flankierender wirtschaftlicher Massnahmen. Was machen all die Beschäftigten, die für den Genfer Autosalon oder die Basler Fastnacht gearbeitet hätten? Was passiert, wenn Hotel- oder Restaurationsbetriebe kurzfristig schliessen müssen oder die Grenzgänger*innen der Baubranche nicht mehr reisen dürfen? Was geschieht, wenn Corona-Fälle auftreten, können wir an den Beispielen Teneriffa und Innsbruck nachvollziehen – hier werden weder die Tourist*innen noch die Angestellten oder die Betriebe betreut oder entschädigt. Den total verunsicherten Lohnabhängigen wie auch den KMU-Betrieben muss eine nachvollziehbare Perspektive geboten werden. Folgende Elemente sind für die SPO zentral:

- Die Arbeitslosenkasse bezahlt ab dem 1. Tag 100 Prozent des Lohnes, wenn in den Betrieben die Arbeit wegbricht. Dies unabhängig davon, ob jemand Saisonnier oder Grenzgänger*in ist oder auf Abruf arbeitet.

- Die Versicherten arbeiten, soweit dies möglich und zumutbar ist, weiterhin für den Betrieb. Telearbeit wird gefördert.

- Tripartite Kommissionen kontrollieren Auffälligkeiten und versuchen, die Summe aller möglichen Missbräuche tief zu halten.

- Die Kosten der Aktion trägt die Nationalbank, die auf einem Vermögen von 800 Milliarden sitzt. Zudem ist die Schweiz gut beraten, massiv in Forschung und Entwicklung von Impfstoffen und Antibiotika zu investieren, nachdem Novartis und Roche sich nicht mehr dafür interessieren.

10. Mär 2020