Greta Thunberg ist ein 15-jähriges Mädchen und stammt aus Schweden. Vor vier Monaten begann Greta ihren Schulstreik. Jeden Freitag bestreikt sie die Schule, sitzt oder steht sie vor dem schwedischen Parlament und protestiert gegen den mangelnden Klimaschutz. Am Klimagipfel im polnischen Kattowitz sprach die junge Aktivistin der dort anwesenden Politprominenz ins Gewissen. Ihre Rede ging in den Medien um die Welt. Auch in der Schweiz gehen Schülerinnen und Schüler zu Recht auf die Strasse und demonstrieren für ein besseres Klima.

Anders läuft es im Bundeshaus in Bern. Der Bundesrat präsentierte dem Parlament ein wahrlich nicht revolutionäres CO2-Gesetz. Dieses wollte immerhin, dass der Ausstoss von Treibhausgase in der Schweiz bis zum Jahr 2030 gegenüber 1990 um 50 Prozent reduziert wird und dass davon die Reduktion zu 60 Prozent im Inland und nicht durch Zukauf von CO2-Zertifikaten erfolgen sollte. Die Klimaleugner von der SVP und die quasi geschlossene FDP-Fraktion brachten diesen Vorschlag zusammen mit zwei C-Politikern aus dem Berggebiet zu Fall:  Fabio Regazzi aus dem Tessin und CSPO-Nationalrat Thomas Egger fielen der eigenen Bundesrätin Leuthard in den Rücken. Mit ihren Stimmen verhalfen sie dem Nationalrat in dieser zentralen Frage zu einer klimafeindlichen Mehrheit. Das führte dazu, dass am Schluss die Linke gegen das Gesetz stimmte und dieses versenkte. Das eröffnet dem Ständerat nun die Chance, doch noch Nägel mit Köpfen einzuschlagen und konkret gegen den drohenden Klima-Kollaps etwas zu unternehmen. Wir bleiben dran.

Auch das Wallis muss mehr machen, um aus den fossilen Energien auszusteigen. Mit unseren erneuerbaren Energien aus Wasser, Sonne und Wind haben wir gute Trümpfe in unserer Hand. Diese müssen wir vermehrt nutzen – und damit das Klima ändern, auch das politische. Eine gute Möglichkeit dazu bieten die Nationalratswahlen im kommenden Herbst.

02. Jan 2019