Ein SVP-Kandidat will zusammen mit anderen eine kantonale Initiative zur Senkung der Kantonssteuern starten. Blickt man hinter die auf den ersten Blick schön aussehenden Zahlen, zeigt sich: Der Vorstoss ist so ausgestaltet, dass ein Grossverdiener mit einem steuerbaren Einkommen von 350‘000 Franken fünfmal mehr Steuern einspart als eine Familie mit einem steuerbaren Einkommen von 53‘000 Franken. Unsozialer geht es nicht.

Die Initiative reisst zudem ein riesiges Loch von jährlich rund 100 Millionen Franken in die Kasse des Kantons. Woher nehmen wir das bitter nötige Geld für die Abwehr von Naturgefahren und somit für die Sicherheit der Menschen in unserem Kanton? Wie finanzieren wir ein gutes Bildungssystem? Und woher nehmen wir die Finanzen für all die Walliserinnen und Walliser, die auf gute Sozialleistungen wie etwa Ergänzungsleistungen oder die Verbilligungen der Prämien dringend angewiesen sind? 

Der Vorstoss des SVP-Sozialarbeiters ist ein unsozialer Rohrkrepierer und ein billiger Wahlkampf-Slogan. Die SPO wird den Vorstoss bekämpfen. Denn unser Motto ist: Für alle statt für wenige! 

16. Aug 2019