Viele Bergbahnen im Oberwallis stehen finanziell am Rande des Abgrunds. Dies, weil sie sich guten Kooperationen verweigern und sich gerne im Schatten des eigenen Kirchturms sonnen. Oder weil sie nicht in der Lokomotive des Zuges sitzen, sondern zuschauen, wie der Zug abfährt. Oder weil die Menschen in Tourismusdestinationen nicht an die eigene Zukunft glauben und Geld in die Hand nehmen wollen. Wie dies in Saas-Fee der Fall ist.

Das Oberwallis und ihre Bergbahnen brauchen mehr aktive Wintersportlerinnen und Wintersportler, um mehr Einnahmen zu generieren. Unser Rezept: Alle Hotels und Chalet-Besitzende an Skiorten müssen für eine gewisse Anzahl Betten ein übertragbares Saisonabo der Bergbahn lösen. Der Vorschlag fand bisher weder beim zuständigen Staatsrat noch bei den Tourismusverantwortlichen und deren Präsident Beat Rieder Gehör. Jede Gemeinde könnte dieses Konzept in einem von der Urversammlung verabschiedeten Reglement festnageln. Man muss nur wollen.

Neu machen die Oberwalliser Bergbahnen mit Kokain Werbung für die 980 km Skipisten im Oberwallis. Die rote beziehungsweise weisse Linie wird damit krass überschritten. Mit Recht wird diese Werbung als geschmacklos taxiert. Der Präsident des Vereins der Oberwalliser Bergbahnen sieht auf dem Skandal-Plakat kein Kokain. Pikantes Detail: Karl Roth ist auch Geschäftsführer der Lauchernalp Bergbahnen AG. Im Verwaltungsrat dieser Bergbahn sitzt auch der schwarze Ständerat Beat Rieder. Wetten, dass der nächste Vorstoss im Ständerat sich nicht gegen den Wolf richtet, sondern gegen harte Drogen.

SP Oberwallis

22. Okt 2018