Mittlerweile haben im Hinblick auf die Wahlversprechen selbst die bürgerlichen Parteien und deren Kandidat*innen gemerkt, dass bezüglich Umwelt und Klima ein Problem besteht. Alle Kandidat*innen, bis weit ins rechte Lager, sind plötzlich für mehr Umweltschutz und ein besseres Klima. Das ist ja an sich gut.

Ein Blick auf das Abstimmungsverhalten der letzten Legislatur zeigt aber ein anderes Bild. Die grossen Umweltorganisationen der Schweiz haben die einzelnen Parlamentarierinnen und Parlamentarier in einem Rating unter die Lupe genommen.

Mit 97.2 Prozent stimmte SP-Nationalrat Mathias Reynard am umweltfreundlichsten aller Walliser in Bern. Aus dem Welschwallis schneiden Géraldine Marchand-Balet (50%) und Benjamin Roduit (48.3%) im Mittelfeld ab. Auf das Konto von Thomas Egger (CSPO) fallen noch gerade 46 Prozent. Nantermod von der FDP kommt auf schlechte 12 Prozent. Und ganz hinten im Klassement figurieren die SVP-Politiker Ruppen Franz (6.5%) und Jean-Luc Addor (4.6%). Ständerat Rieder, der gemäss seiner teuren Plakatkampagne für das Klima weiter kämpfen will, schneidet ebenfalls miserabel ab: Er kommt auf 22.5 Prozent, stimmte also bei mehr als drei Viertel der Vorlagen gegen Natur und Umwelt.

Das Wallis leidet wie kaum ein anderer Kanton an den steigenden Temperaturen. Auch im Wahlherbst werden diese steigen. Wir von der SP werden kühlen Kopf behalten – und den Worten auch im Parlament Taten folgen lassen. So wie das Nationalrat und Ständeratskandidat Mathias Reynard beispielhaft vormacht.

05. Sep 2019