…das wär gar nicht gut für die in acht Jahren geplante Winterolympiade im Wallis. Stellen Sie sich vor, einen Monat vor Beginn der Winterspiele (oder sogar während der Winterspiele) sind das Matter-, das Saas- und das Lötschental sowie das Goms von der Aussenwelt abgeschnitten. Wo kämen dann die ganzen Gäste unter (Zermatt würde mit seinen mehr als 10'000 Betten sicher vielen Olympia-Fans und -Mitarbeiter eine Übernachtungsmöglichkeit bieten)? Und – noch wichtiger – wo und wie würden dann die für das Goms vorgesehenen Langlaufwettkämpfe stattfinden? Mit einer Situation, wie sie momentan im Goms vorherrscht, ist dies praktisch unmöglich!

In diesem Winter sehen wir sehr gut, wie fest uns die Natur im Griff hat und wie hilflos wir gegenüber ihr sind. Haben Stahl und Co auch für solche, zugegebenermassen extremen, aber dennoch in Anbetracht des sich verändernden Klimas durchaus möglichen, Verhältnisse einen Plan B? Wie sieht es mit den finanziellen Mitteln aus, die im Falle eines solchen Zustandes zusätzlich aufgebracht werden müssten (Auf- oder Verschieben von Wettkämpfen, Transport von Personen und Gütern über Heli-Luftbrücken, Sicherung von Lawinenhängen, etc.). Zusätzlich zu den Unsicherheiten bei den Sicherheitskosten bezüglich Terrorgefahren kommen also auch noch Unsicherheiten bezüglich der klimatischen Bedingungen (vom anderen Fall, dass es gar kein Schnee haben kann, nicht zu sprechen)  hinzu. Das Olympia 2026-Dossier ist also (noch) voller Unsicherheiten. Ob diese bis zur Abstimmung im Juni 2018 geklärt sein werden, bezweifeln wir. Und wer will schon einem Dossier zustimmen, dass voller Unsicherheiten ist? Wir nicht. Daher stimmen wir im Juni 2018 klar Nein zu Olympia 2026 in Sion.

 SP Oberwallis

25. Jan 2018