Heute Donnerstag hat in Sitten die für das Dossier Olympia 2026 zuständige Grossratskommission ihre Position dargelegt. Mehrheitlich ist die Kommission für das Projekt. Unkritisch übernimmt sie die blaufärberischen Darlegungen des Initiativkomitees. Die Argumente der Gegner von Olympia 2026 in Sitten werden auf der 36-seitigen Präsentation mit genau 6.5 Zeilen zusammengefasst.

Auch die grossrätliche Kommission weiss und sagt nicht, wer ein zu erwartendes Betriebs-Defizit übernehmen muss.  Auch für die Kommission ist nicht klar, wer den Vertrag mit dem IOC neben der Stadt Sitten unterzeichnet und damit solidarisch für alle Olympia-Verpflichtungen vor, während und nach den Spielen haftet.

Die Anträge der Kommissionsminderheit, zu der auch SPO-Grossrat Gilbert Truffer gehört, wurden in der Kommission allesamt abgeschmettert. Man will die Katze im Sack kaufen. Neu behauptet zudem Hans Stöckli als Vizepräsident des Olympia-Komitees am welschen Fernsehen, dass der Kanton Wallis maximal mit 100 Millionen zur Kasse kommt und der Rest der Bund übernähme. Entweder kennt Stöckli das Dossier und namentlich die olympische Charta nicht, oder er verkauft uns einfach nur für dumm. Beides ist nicht gut.

 

SP Oberwallis 

15. Feb 2018