Der Walliser Bote bringt jeden Tag mehr Licht in den SVP Sumpf. Chapeau für diese journalistische Leistung.

Trotzdem stellen sich immer mehr Fragen:

Warum hat der Staatsanwalt noch immer keinen Zeugenaufruf erlassen, damit halbwegs klar wird, wie viele Couverts geklaut wurden? Und wie viele Stimmen Freysinger und die SVP zu viel gemacht haben?

Ist es möglich, dass ein Einzeltäter 100 und mehr Couverts aus verschiedenen Briefkästen entwendet hat?

Warum zwang die SVP die Suppleantin Nicole Zimmermann zum Rücktritt? Welches Anwaltsbüro hat ihr Rücktrittschreiben, dessen Datum sie händisch korrigierte, verfasst?

Warum versuchten die beiden SVP-Nester Brig-Glis und Naters den Skandal zu vertuschen? Warum befinden sich Louis Ursprung und Eduard Brogli immer noch auf Tauchstation? Ermittelt der Staatsanwalt auch gegen die Vertuscher.

Warum beschuldigt Franz Ruppen von der Partei des Betrügers den absehbar betrogenen Andreas Zenklusen „ein schlechter Verlierer“ zu sein? Obwohl inzwischen klar ist, dass Naters – im Gegensatz zu Visp – die Unregelmässigkeiten viel zu lange vertuscht hat.

Die SVP hat einen in Naters wohnhaften und gut integrierten Kosovo-Albaner nachweislich zu Unrecht beschuldigt, die Wahlfälschungen vorgenommen zu haben. Warum hat sich der Gemeindepräsident, der 2008 gemeinsam mit seinem SVP-Kuvertschlitzer kandidierte, bei ihm bis heute nicht entschuldigt?

Vor dem heillos überlasteten Bundesgericht ist immer noch eine SVP-Beschwerde hängig. Warum hat man sie bisher nicht zurückgezogen?

 

Der Walliser Bote muss weiter bohren. Genau wie die Grossräte in Sitten. Die Walliserinnen und Walliser dürfen sich von Franz Ruppen und Louis Ursprung nicht für dumm verkaufen lassen.

26. Jun 2017