Vor vier Jahren machte Oskar Freysinger 59‘000 Stimmen, diesmal nur 30‘000 Stimmen. 29‘000 Walliserinnen und Walliser, die ihm vor vier Jahren wählten, haben im diesmal nicht mehr gestimmt.

Schuld ist nicht eine falsche Strategie. Schuld ist seine falsche Politik.

Fehler 1: Wir brauchen keinen Staatsrat, der bei den Versammlungen der europäischen Rechtsextremisten als Pausenclown auftritt.

Fehler 2: Lehrerin und Lehrer haben die Nase voll von der Art und Weise wie Freysinger und sein Günstling Cleusix das Departement führten. Genauso wie Feuerwehrleute. Und erst Recht alle, die auf der Seite der Behinderten stehen.

Fehler 3: Anstatt die Gefahren eines grossen Erdbebens anzupacken, hat Freysinger seinen Freund Piero San Giorgo Pietro als Berater angestellt.

Fehler 4: Der Vizepräsident der SVP hat dem Wallis eine Milliarde Franken für den Tourismus versprochen. Daraus wurde gar rein nichts.

Die Liste kann beliebig verlängert werden. Immer hat Freysinger Ausreden auf Lager. Cleusix war ein Nixer. Piero San Giorgo habe ihn hintergangen. Nicolas Voide sei ein Versager. Schuld sind immer die anderen. Nie er selber. Deshalb hat er seine Stimmenzahl erfolgreich halbiert.

Franz Ruppen und Patrick Hildbrand gehen bereits auf Distanz. Die Parteifreunde verlassen das untergehende Schlachtross.

Im zweiten Wahlgang werden Roberto Schmid und Esther Waeber-Kalbermatten im Oberwallis absehbar je 5‘000 bis 7‘000 Stimmen mehr machen. Und sind damit gewählt

Im Unterwallis rollt – wie dies Thomas Gsponer voraussagt – eine Welle für Rossini an. Denn Staatsratswahlen sind Personenwahlen. Und die Kandidatin und der Kandidat der SP machen einfach eine bessere Figur.

Das Oberwallis hat vier Grossratssitze verloren. Die SP konnte trotzdem ihre vier Grossratssitze halten. Das ist ein gutes Resultat, auf das wir aufbauen können.

Wir danken allen, die uns unterstützt haben und allen, die uns in den nächsten zwei Wochen weiter unterstützen werden.

 

SP Oberwallis

06. Apr 2017