Der Bericht im WB vom 19. Mai über das Schicksal von Frau Lorenz und ihrer Tochter zeigen ganz klar: der Handlungsbedarf bei der Wohnungs-Situation im Oberwallis ist enorm. Klar, es handelt sich hierbei um einen Einzelfall, aber solche Fälle werden sich in Zukunft häufen, wenn nicht endlich gehandelt wird.

Die Lonza mag zwar neue und gute Arbeitsplätze bringen. Und diese Leute müssen auch irgendwo wohnen; aber nicht auf Kosten der restlichen Wohnbevölkerung!

Gemäss schweizerischer Bundesverfassung muss der Staat seinen Bürger:innen das Recht auf Wohnraum, also auf ein Obdach gewährleisten. Dieser Verfassungsauftrag ist zurzeit im Kanton Wallis nicht erfüllt.

Die Faustregel, dass fürs Wohnen nicht mehr als 20% der Lebenskosten aufgebracht werden sollten, ist gerade für finanziell schwächer gestellte Personen zurzeit schlicht weg nicht umsetzbar.

Steigende Wohnpreise bei gleichbleibenden Einkommen: Wird sich die Entwicklung der letzten Monate bezüglich der Wohnpreise so weiterziehen, bewegen sich immer mehr Personen in unserem Kanton in Richtung potenzielle Wohnungsnot.

Die SP Oberwallis fordert deshalb die Gemeinden sowie den Kanton Wallis auf, eine Strategie auszuarbeiten, wie die akute Wohnungsnot im Oberwallis bekämpft werden kann. Des Weiteren fordern wir eine klare Strategie und Massnahmen, wie bezahlbarer Wohnraum im Kanton Wallis längerfristig gewährleistet werden kann.

21. Mai 2022