Die Schweiz läuft Gefahr, in Sachen Stromversorgung in wenigen Jahren gegen die Wand zu fahren. Wegen der Abkopplung vom europäischen Stromverbund, auslaufender Importverträge, der Elektrifizierung des Fahrzeug- und Heizungsparks und des dringend notwendigen Ausstiegs aus den fossilen Energien sowie der Atomenergie muss die Schweiz insbesondere im Winter mehr sauberen Strom produzieren. Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, muss der Ausbau der erneuerbaren Energien in der Schweiz massiv und schnell vorangetrieben werden.

Bei der bedeutenden Wasserkraft müssen bestehende Werke modernisiert werden.

Bei der Solarenergie hinken die bisher realisierten Projekte den hoch angesetzten Zielen hinterher. Grosse Solaranlagen, wie sie etwa für Gondo oder Grengiols in der Diskussion stehen, haben es verdient, dass sie seriös analysiert werden. Sie können künftig einen wichtigen Beitrag zur  Stromversorgung im Winter leisten. Die SPO fordert daher den Kanton auf, geeignete Standorte zu evaluieren und zu bezeichnen.

Nebst solchen Grossprojekten müssen auch Solaranlagen auf Dächern und bereits bestehenden Infrastrukturen gefördert werden. Für Neubauten fordert die SPO die Einführung einer Solarpflicht.

Die Nutzung der Windkraft hat im Wallis ein beachtliches Potenzial. Der Kanton will ab dem Jahr 2035 im Wallis jährlich 310 GWh Strom erzeugen. Heute sind es rund 22 GWh/Jahr. Auch hier ist noch viel Luft und Wind nach oben!

Eine strikte Ablehnung jedes Projektes im Bereich der erneuerbaren Energien ist für die SPO der falsche Weg. Es gilt, unserer schönen Landschaft und reichhaltigen Natur Sorge zu tragen. Das ist aber auch möglich, wenn wir Wasser, Sonne und Wind vermehrt, gescheit und effektiv für die Energieproduktion nutzen. Hier muss der Kanton nun endlich Nägel mit Köpfen machen.

22. Jun 2022